Test

Bridal Concept Boutique in Köln

"Liebe bedeutet, seine Träume miteinander zu teilen."

23.11.2020

· ·

von Nadine

TIPPS FÜR EIN ELOPEMENT

Ihr konntet bei uns in den letzten Wochen auf Instagram einiges zum Thema Elopements sehen. Für euch haben wir mit #realherzbraut Charlotte, Weddingplannerin und Inhaberin von Glanzmomente gesprochen und sie gefragt, worauf zu achten ist, wenn eine Hochzeit auf Reisen geht. Sie selbst hat 2019 mit 54 Gästen in Kitzbühel geheiratet und kann so ebenfalls gut aus Sicht einer Braut berichten.

Herzbraut: Hallo liebe Charlotte, schön, dass du dir für uns Zeit genommen hast, um deine Erfahrungen zu teilen. Bald ist schon euer erster Hochzeitstag. Wahnsinn! Wie kam es dazu, dass ihr im Ausland heiraten wolltet?

Charlotte: Kaum zu glauben, dass unsere Hochzeit wirklich schon fast ein Jahr her ist! Schon lange vor unserer Verlobung im Oktober 2018 habe ich von einer richtigen Winterhochzeit geträumt. Und da der Winter in den Bergen am schönsten ist, kam die Idee auf, eine Destination Wedding zu feiern. Als unsere Hochzeitsplanerin Merle Hütt von Merle Weddings mir dann von unserer wunderschönen Hochzeitslocation in Tirol vorschwärmte, war es um uns geschehen. Da wir bei Glanzmomente vor allem im Rheinland Hochzeiten planen und umsetzen, wollte ich für unsere eigene Hochzeit etwas komplett anderes. Und mit Kitzbühel in Tirol haben wir den perfekten Hide-Away-Ort für unsere Cozy Winter Wedding in den Bergen gefunden.

 

Herzbraut: Bedeutet es mehr Aufwand an einem anderen Ort zu heiraten? Unabhängig davon, dass man die Hochzeitsgesellschaft mobilisieren muss.

Charlotte: Auf jeden Fall! Ohne detaillierten Plan geht es nicht. Wir waren inklusive Besichtigung insgesamt vor der Hochzeit dreimal in Tirol, um vor Ort Dinge zu entscheiden, abzusprechen und zu planen und unser Hochzeitsmenü vorzukosten. Wenn solche Termine mit einer ganzen Reise inkl. Hotelaufenthalt verbunden sind, muss man diese genau vorbereiten, um an alles zu denken, was man für die weitere Planung wissen muss. Außerdem müssen die Gäste natürlich frühzeitig über das Hochzeitsdatum und vor allem den Ort der Hochzeit informiert werden, um sich rechtzeitig Urlaub nehmen zu können.

 

Herzbraut: Was waren die ersten Gedanken, als ihr an die Planung gegangen seid?

Charlotte: Nachdem die Location und damit der Ort der Hochzeit feststanden, haben wir uns zuerst um das Hochzeitskonzept gekümmert, damit schon die Save the Date Karten dazu passten. Wir haben uns außerdem direkt zu Beginn viele Gedanken zu den passenden Dienstleistern für unsere Hochzeit gemacht. Als unsere Gäste die Save the Date Karte erhielten, freuten sich die meisten riesig über die Destination Wedding – aber es gab auch ein paar vor allem ältere Gäste, denen wir es erst erklären mussten, warum wir denn nicht in unserer Heimat heiraten wollten.

 

Herzbraut: Habt ihr die Dienstleister mitgenommen oder vor Ort gebucht? Und würdet ihr es wieder so machen?

Charlotte: Teils teils. Als Hochzeitsplanerin hat man Kontakt zu so vielen guten Dienstleistern und es war sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen! Wir haben letztendlich die Hochzeitsplanerin, das Fotografen- und das Videografenteam, den DJ und die Dekorateurin von hier mitgenommen. Vor Ort gebucht haben wir die Live-Musik für das Get Together (ein Tiroler Zitherspieler) und für die Trauung (ein Streichquartett) und die Brautstylistin. Die Papeterie haben wir sowieso von hier mitgenommen.

 

Herzbraut: Stichwort Logistik: Was habt ihr alles mitgenommen und worum habt ihr euch vor Ort gekümmert?

Charlotte: Wir haben quasi alles mitgenommen! Die Autos waren bis oben hin voll! Mitgenommen haben wir neben unserer Kleidung und Accessoires für das Get Together, den Hochzeitstag und die Flitterwochen auch noch sämtliche Papeterie (Willkommensschild, Menükarten, Kirchenhefte & Co.), Gastgeschenk-Goodie Bags für die Hotelzimmer, Geschenke für unsere Eltern, Trauzeugen und Brautjungfern, unsere Küchenbank, auf der wir getraut wurden samt Schaffelle und Flatlay-Utensilien. Vor Ort haben wir uns dann nur noch um frische Blumen für die Flatlays gekümmert und darum, dass die Goodie Bags in die richtigen Hotels und Appartements gebracht werden.

 

Herzbraut: Da du eine Herzbraut bist, wissen wir, dass dein Traumkleid nicht das Kleinste war. Wie hast du es transportiert? Was sollten Bräute hier bei ihrer Planung bezüglich des Transports beachten? Hier nochmal ein Kompliment, du sahst einfach so traumhaft schön aus an eurem großen Tag. Wie einem Wintermärchen entsprungen.

Charlotte: Vielen lieben Dank! Ich hätte mir für unsere Hochzeit kein schöneres Kleid vorstellen können und bin immer noch so glücklich, einen so wunderschönen Brautkleidkauf bei euch erlebt zu haben! Wir sind mit dem Auto nach Tirol gefahren und haben, nachdem alle Kisten und Koffer verstaut waren, das Brautkleid in der Hülle oben aufgelegt. In den Rückspiegel konnten wir dann natürlich nicht mehr schauen aber Hauptsache, es wurde nicht gequetscht. Direkt bei Ankunft im Hotelzimmer habe ich es aufgehängt – allerdings musste ich es natürlich bis zu unserem großen Tag in der Hülle lassen, damit Patrick es noch nicht sieht. Ein kleiner Tipp von mir an alle Bräute, bei denen das Kleid längere Zeit in der Kleiderhülle sein muss: am Hochzeitsmorgen habe ich es ausgepackt und meine Mama und meine Brautjungfer haben jede Lage einzeln mit zwei Steamern geglättet. Das hat wirklich lange gedauert – hierfür sollte Zeit eingeplant werden! Auch der Schleier sollte einmal gesteamt (nicht gebügelt!) werden, wenn er aus der Schachtel geholt wird.

 

Herzbraut: Ihr hattet einen Monat zuvor standesamtlich in eurem Wohnort geheiratet. Muss man bei der Planung einer kirchlichen Hochzeit in Österreich etwas bestimmtes beachten? Hast du einen Tipp für unsere Bräute, wie sie aus bürokratischer Sicht an die Planung herangehen?

Charlotte: Da mein Mann und ich unterschiedliche Konfessionen haben, wollten wir ursprünglich ökumenisch getraut werden. Das ist in Österreich oder zumindest in Tirol gar nicht so einfach und als wir dann auf Hindernisse und Ablehnung stießen, entschieden wir uns für eine evangelische Trauung in Kitzbühel. Wir standen während der gesamten Planungszeit in engem Kontakt mit der wirklich großartigen Pfarrerin, die uns half, eine Liste der notwendigen Unterlagen zu erstellen. Wir mussten bei den Pfarrämtern unseres Wohnorts jeweils eine Bescheinigung einholen, dass wir Mitglied der Kirche sind. Mit dem katholischen Pfarrer haben wir außerdem ein sog. Ehevorbereitungsgespräch geführt und er musste beim Erzbistum Köln vom Bischof genehmigen lassen, dass unsere in Österreich geschlossene Ehe hier in Deutschland anschließend anerkannt wird. Außerdem mussten wir Taufurkunden und die Bescheinigung der Kommunion/Konfirmation/Firmung nach Österreich schicken. Nach der Hochzeit schickten wir unsere Trauurkunde an unsere beiden Gemeinden hier in Deutschland. Alles in allem war es schon ein wenig aufwendig, deshalb rate ich allen, sich rechtzeitig zu informieren, wann welche Unterlagen wo benötigt werden und sich dies genau im Kalender zu notieren. Das gleiche gilt, wenn ihr im Ausland standesamtlich heiraten möchtet.

 

Herzbraut: Gibt es sonst noch etwas, das du Brautpaaren, die überlegen woanders zu heiraten, mitgeben möchtest?

Charlotte: Der zu Beginn erwähnte hohe Aufwand für eine Destination Wedding lohnt sich! Alle unsere Gäste sprechen heute noch davon, wie schön und besonders dieses verlängerte Wochenende in Kitzbühel war, vom Tiroler Abend freitags über die kirchliche Hochzeit am Samstag und den Brunch am Sonntagmorgen. Wir hatten wirklich viel Zeit, mit den Gästen zu sprechen und haben es sehr wertgeschätzt, dass sie diese Reise für uns gemacht haben. Auch wenn ihr Bedenken habt, dass einige der Gäste vielleicht negativ auf die Wahl eures Hochzeitsortes reagieren – es ist eure Hochzeit und die schönen Erinnerungen sind von unschätzbarem Wert. Ihr habt schon immer von einer Sommerhochzeit in der Toskana geträumt? Ihr wollt vor einer traumhaft winterlichen Bergkulisse JA sagen? Traut euch, andere Wege zu gehen, die vielleicht noch keiner im Familien- oder Freundeskreis gegangen ist. Und wenn ihr Respekt vor dem Planungsaufwand habt, holt euch professionelle Unterstützung.

 

Herzbraut: Vielen Dank für deine Zeit und dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast! Wir wünschen euch jetzt schonmal von Herzen einen wunderbaren ersten Hochzeitstag.

Charlotte: Ganz lieben Dank für das tolle Interview, es hat mich richtig zurückgeholt nach Tirol vor einem Jahr – ich schaue mir jetzt unser Hochzeitsvideo nochmal an und schwelge weiter in Erinnerungen.